Nature-Base - Individuelle Bekleidung & Ausrüstung



Materialinfo


gewalkte Wolle (Walkloden)


Material: 100% Schurwolle von australischen Schafen
Färbung: Garngefärbt in Deutschland
Farbkarte:
Farben:

Farben 2017 & Materialstärken (neu!)

Diese Farben und verschiedenen Materialstärken stehen zur Auswahl

Alte Farben

schwarz, naturbraun, dunkelblau & dunkelgrau habe ich zur Saison 2017 aus dem Programm genommen- hier ist aber noch einiges verfügbar.
Von grün & dunkelorange-meliert gibt es noch kleine Reststücken – bitte anfragen was damit noch möglich ist.

Erläuterung Ich verwende gewalkte Wolle aus 100% Schafschurwolle. Das Gewicht beträgt ca. 450g/m² bzw. 680g/lfm. Im Vergleich zu dem von 2009 - Ende 2014 von mir verwendeten beitet dieses Material einen deutlich (!) höheren Wetterschutz. Durch die engere Strickart /Filzung ist es sehr winddicht und hält Regenschauern sehr gut Stand. Das Material ist unkomprimiert nicht dicker, aber sehr viel fester und dadurch auch etwas steifer und schwerer. Die Vorteile überwiegen aber diesen kleinen Nachteilen, zumal durch die höhere Qualität eine sehr viel höhere Lebensdauer zu erwarten ist.
Gewalkt bedeutet, dass die Wolle verwebt und unter Feuchtigkeits- und Wärmeinwirkung gefilzt wird. Die Wolle wird dadurch stabiler, winddichter und verliert das Strickmuster.
Bitte beachte: Wolle ist ein Naturprodukt und nicht ganz so haltbar wie Bekleidung aus Plastik. Arme und Körper werden mit der Zeit etwas länger und an den Gelenken beult es etwas. Wer seinen Pullover oder Jacke täglich trägt, sollte ihn auch alle 3-6 Monate waschen, dann ist die ursprügliche Form auch wieder gegeben. Wenn der Verschleiß zu einem Schaden führt, kontaktiere mich - es gibt sicherlich eine schöne und kostengünstige Lösung.
Bio & Fair? Leider nehme ich zu kleine Mengen ab um vernünftige Preise, eine gut Farbauswahl und vor allem ganzjährige Lieferbarkeit von Bio Stoffen zu bekommen. Der von mir verwendete Walkstoff wird aus Wolle vom bluesign zertivizierten Hersteller Schoeller Wool in Österreich gefertigt. Schoeller hat eigene Farmer / Wolllieferanten und legten größten Wert darauf das die Schafe ohne Mulesing auskommen! Die Wolle wird von Schoeller vom zum Garn gesponnen und gefärbt und anschließend bei einem österreichischen Familienunternehmen zum fertigen Walk weiter verarbeitet.

Ein Wort zum Wollursprung: die allerwenigsten(!) Hersteller beziehen die Wolle aus nur einer Region / Land. Vereinfacht gesagt wird die Wolle der Welt in einen großen Topf geworfen und jeder der etwas benötigt, nimmt sie heraus.... Die von Schoeller verarbeitete Wolle kommt größtenteils aus Südamerika.

Fakten Wolle ist seit dem Hype um Merinowolle wieder ein gerne gesehenes und natürlich getragenes Material. Wolle hat eine natürliche Thermoregulations-Eigenschaft und kann bis zu 33% ihres Trockengewichtes an Wasser aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Außerdem leitet sie Feuchtigkeit wesentlich schneller ab als z.B. Baumwolle. (Etaproof stellt hier einen Sonderstatus dar!)

Da Wolle (bezogen auf ihr Gesamtvolumen) aus bis zu 85% Luft besteht, wärmt sie sehr gut.
Diese Eigenschaften teilen sich alle Arten von Wolle; ob es Merinowolle oder die Wolle vom "Hausschaf" ist. Merinowolle ist durch die feinere Haarstruktur zwar weicher, was aber meiner Meinung nach nur bei Unterwäsche wirklich relevant ist. Wer Woll- kratzempfindlich ist wird auch bei Merinowolle eventuell Probleme bekommen, da die Wolle bei gewalkten Stoffen sehr viel gröber verarbeitet ist, als es z.B. bei den T-Shirts von Icebreaker & Co der Fall ist.
Mehrfach hatte ich bereits Kunden die meinsten Merinowolle wäre wärmer als normale Wolle. Dies möchte ich widerlegen: je feiner das Wollhaar, desto weniger Luft kann zwischen den einzelnen Haaren verbleiben und eben diese Luft würde isolieren (umgangssprachlich wärmen).

Neben diesen thermoregulierenden Eigenschaften besitzt Wolle zwei weitere Eigenschaften, die sie für Outdoor und Alltag so attraktiv macht: Wolle nimmt Schmutz schlecht an und knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist. Außerdem nimmt Wolle im Gegensatz zu Kunstfasern wenig Geruch an! Selbst bei starken Gerüchen wie Feuerqualm reicht es meistens das Kleidungsstück z.B. über Nacht einfach raus zu hängen. Neblig-windiges Wetter ist dabei sogar förderlich.

Diese Eigenschaften tragen maßgeblich zu einem super Tragegefühl bei. Vorausgesetzt man ist nicht "kratzempfindlich". Aber auch hierfür gibt es Lösungen wie z.B. etwas Langärmliges mit hohem Kragen tragen.


Mit Bekleidung aus Wolle tust du auch der Natur etwas Gutes Im Vergleich ist für die Herstellung von Nylonmaterial, Acrylmaterial oder Polyestermaterial 2,5 bis 5 mal so viel Energie erforderlich wie für die Herstellung von Wolle




Etaproof

Material: Etaproof wird aus 100% Baumwolle gefertigt
Farben:
Achtung: Hier sind teilweise viel mehr, bzw. ganz andere Farben verfügbar. Dazu bitte nachfragen.
Erläuterung Ein paar Worte von mir:
Ist es DER Super-Stoff!?
Nun, wie bei fast allem sind auch hier Grenzen gesetzt. Man sollte nicht erwarten, ein Kleidungsstück zu besitzen, welches besser atmet (Schweiß raus lässt, wie es die Industrie jahrelange behauptet hat) als Gore-Tex, Event, Dermizax, oder alle anderen Membranen und dabei gleichzeitig vor jedem Regenschauen bestens schützt.

Fakt IST aber, dass es besser atmet - was anfangs gewöhnungsbedürftig ist, da sich unter den Materialien keine bzw. sehr wenig Wärme speichert. Es ist also nötig, darunter eine Isolationsschicht aus Wolle oder natürlich auch Kunstfasern zu tragen. Auf Tour ergibt sich daraus der Vorteil, dass noch weniger Feuchtigkeit in der Isolationsschicht hängen bleibt, die durch Verdunstung zum Auskühlen führen würde.
Fakt ist aber auch, dass Wasser nur in Grenzen außen gehalten wird - das Material trocknet aber irre schnell. Ich war verwundert, dass ein Baumwoll/Polyester Mischgewebe fast doppelt so lange braucht, bis es trocken ist als diese reinen Baumwoll-Gewebe.

Anwendungsbeispiele:
  • Winter, deutlich unter 0 Grad - Hier liegt meiner Meinung nach die allergrößte Stärke von EtaProof. Die hohe Atmungsaktivität von EtaProof verhindert sehr gut einen Hitzestau. Gleichzeitig bietet es durch die enge Webart aber einen sehr hohen Windschutz und falls der Schnee auf der Jacke taut, ist der Schutz gegen die Feuchtigkeit trotzdem gegeben. Eine Jacke aus EtaProof fühlt sich nicht so warm wie z.B. eine Gore-Tex Jacke an, das liegt ganz einfach an der höheren Autmugsaktivität des Material. Im Zweifel empfehle ich daher die Bekleidungsschichten bei den jeweiligen Temperaturen vorab zu testen.
  • Sommer, um die 20 Grad, ab und zu kräftige Regenschauer - Bei 20°C funktiniert Gore-Tex nicht mehr- es muss ein deutlicher Temperaturunterschied zwischen außen und innen herschen! Bei EtaProof sieht das anders aus. Es trägt nicht mehr auf wie ein Longsleeve und ist auch hier durch die hohe Atmungsaktivität sehr viel kühler als vergleichbare dicke Plastikgewebe mit Membran oder Beschichtung. EtaProof trocknet erstaunlich schnell. Wird die Jacke nach einem Schauer weiter getragen, hilft die Bewegung und die Körperwärme ebenfalls beim Trocknen. EtaPfoof hat außerdem einen Lichtschutzfaktor von über 50.
  • Herbst, starke Windböhen, Nebel - Hier liegen die Schwächen von EtaProof. Sind es nur Wind und Nebel ist es auch kein Problem. Es sei denn die Luft ist so feucht, dass der Nebel sich dauerhaft absetzt und der Wind die Feuchtigkeit regelrecht in das Material drückt. Bei dauerhafter Nässe ist das Material nach spätestens zwei Stunden durchnässt. Das Wasser läuft dann aber nicht durch wie durch ein Sieb, sondern quilt durch. Wird unter dem EtaProof z.B. eine flauschige Wolljacke getragen, nimmt diese einen Großteil der Feuchtigkeit auf, ohne sich nass anzufühlen. Werden beide Schichten weiter getragen, wenn es z.B. an den Zeltaufbau geht oder gar in eine Hütte eingekehrt wird, hilft die Körperwärme sehr effektiv bei der Trocknung der Bekleidungsschichten.
  • Frühjahr, leichte Plusgrade, Regenschauer - Auch diese Verhältnisse sind nicht optimal, da die Wärme fehlt um das Material nach dem Schauer zu trocknen. Trotzdem kann EtaProof hier angenehmer sein als eine Membran. Sind die Regenschauer kurz, kann man sich z.B. unterstellen oder einen Regenschirm benutzen. In der restlichen Zeit hat man noch immer einen sehr guten Schutz vor Wind, dem Wasser, das noch von den Bäumen kommt, aber vor allem auch vor Moskitos.
HIER lässt sich eine ausführliche informations-Broschüre über Etaproof herunter laden
Qualität: Es gibt Etaproof in einer 170g/m², 200g/m², 240g/m² und auch in 300g/m² Variante.

Ich verwende viel die 200g/m² Variante, da sie am universellsten ist. Für etwas stabilere Kleidungsstücke ist die 240g/m² Variante aber auch gut geeignet. Die 300er ist die Militärversion und nur in den Farben Oliv und teilweise orange zu bekommen. Für einen erhöhten Wetterschutz verarbeite ich das Material stellenweise doppelt.

Seit Anfang 2015 verarbeite ich nur die Version aus Bio-Baumwolle sowie flourcarbon freier Imprägnierung. Auf Wunsch oder in Einzelfällen aber natürlich auch die konventionelle Ausfürung.